Ein Anfang ist gemacht, Teil III

in meiner Reihe „ein Anfang ist gemacht“, habe ich ein weiteres Projekt initiiert.

Zuerst zum Hintergrund:

Meine Bemühungen über ein sog.“call for paper“ bei einer agilen Konferenz für eine Session angenommen zu werden, sind bis dato nicht sehr erfolgreich gewesen.

Irgendwie bin ich dem noch nicht auf die Schliche gekommen, nach welchen Kriterien dort ausgesucht wird und welche Inhalte für KollegInnen spannend sein könnten.

Das macht aber gar nichts, denn für manches ist eben die richtige Zeit noch nicht gekommen 🙂

Da es mir relativ leicht fällt ein Projekt zur Seite zu legen und mich auf ein anderes meiner vielen „Gedankenprojekte“ zu konzentrieren, habe ich eins meiner Herzensthemen, die Gründung einer „Liberating Structures User Group“ @DB Systel vorangetrieben. Ich habe großes Glück, dass ich in Claudia Richter eine wundervolle Unterstützung gefunden habe, die Idee in die Tat umzusetzen. Unabhängig voneinander haben wir uns auf unterschiedlichen Meetups ( @iteratec @Zukunftsinstitut-workshop @Holisticon ) mit der Methode Liberating Structures beschäftigt und sogar ein gemeinsamer touristischer Hintergrund verbindet uns. ( was immer gut ist, weil wir TouristikerInnen sind aus meiner Sicht kreative, serviceorientierte MitarbeiterInnen ).

Bei DB Systel haben wir uns kennengelernt und was passieren kann, wenn Mitarbeitende ein wenig Gestaltungsspielraum und einiges an Förderung erhalten, sieht man gut an unserem Beispiel.

Ursprünglich war der 1. Termin für die erste Liberating Structures User Group @DB Systel am 28.05. geplant …

 Einladung zur 1. Liberating Structures User Group @ DB Systel

 

Aus einer tiefer Überzeugung heraus, dass es – gerade jetzt nach wochenlanger räumlicher Distanz – wichtig ist, wieder stärker miteinander ins Gespräch kommen, haben wir den Start der User Group um einen Monat nach vorne verlegt. Liberating Structures bieten mit seinen aktuell 33 Microstrukturen eine hervorragende Möglichkeit „geführt“ ins Gespräch zu kommen, sind sie doch eine hervorragende Unterstützung für Gruppenmoderationen und – austausche. Zudem sind sie leicht erlernbar, vielseitig anwendbar – und können, mit ein bißchen Übung, große Wirkung entfalten…

… und sind somit hervorragend geeignet für diejenigen, die ein bißchen Offenheit und Neugier mitbringen.

Da wir beide auf unterschiedlichen (remote) Meetups waren um dort Erfahrungen zu sammeln, waren wir uns sicher, dass unser User Group Treffen auch remote gut funktionieren würde

( #remoteworks ) .

Letzte Woche ( 29.04.20 ) war es denn soweit. Mit einer auf 30 Personen begrenzten Zahl, fand das erste User Group Treffen statt – remote.  Den String hatten wir – inspiriert von einem Meetup bei Holisticon  mitgebracht – tief beeindruckt davon-  wie kraftvoll er ist.

 

„Wir lernen uns (besser)kennen –

wir helfen und beraten uns gegenseitig –

wir schauen gemeinsam nach vorne“

( So kann man es vielleicht am Besten zusammenfassen, das ist in etwa die Idee hinter dem ersten  User Group Treffen gewesen)

Ein spannendes Abenteuer waren auch die Vorbereitungen, da uns leider einige funktionale Möglichkeit via MS Teams nicht zur Verfügung standen, die im privaten Bereich via ZOOM zur Verfügung stehen. Da Zoom aus Datenschutzgründen nicht verwendet werden kann, waren die Vorbereitungen etwas aufwendiger und das Handling ein wenig umständlicher – aber machbar.

Das Feedback hat gezeigt, dass dieser String das richtige Format zur richtigen Zeit war und ich freue mich darüber, dass ich es  mit ermöglicht habe, dass andere Menschen eine gute und für sich wertvolle Zeit erlebt haben.  Da im Rahmen der Transformation großer Wert drauf gelegt wird, durch konstruktives Feedback zu lernen und sich zu entwickeln – haben wir viel wertvollen Input von den Teilnehmenden bekommen.

Der nächste Termin steht, Ideen sind da … und so bin ich jetzt schon gespannt, ob wir bald KollegInnen haben, die einmal selbst, die ein oder andere Struktur in ihren Zusammenhängen ausprobieren möchten.

Üben können sie das ja bei uns – in der User Group.

Ein Anfang ist gemacht …

und dank der überwältigenden Resonanz hoffe ich, dass das mein kleiner Teil sein kann, den ich dazu beitrage, dass wir als Gesellschaft gestärkt aus dieser Krise hervorgehen.

… und irgendwann klappt das dann auch mal mit dem „call for paper“ und der Konferenz 😉

Gehabt euch wohl und bleibt gesund!