Eine Sache der Konfiguration?

Warum „finde den Fehler“ in der Arbeit mit Menschen der falsche Ansatz oder „alles eine Frage des Blickwinkels“ ist.

Es gibt Menschen, die sehen alles, bis ins kleinste Detail. Sie sehen jeden Rechtschreibfehler oder sehen das für andere unsichtbare „Eiern“ bei einem Fahrradreifen, wieder andere hören sogar den Fehler, sagen wir – bei einem angelassenen Automotor – am Geräusch. Echte Fachexperten! Find ich toll! Bewundere ich!

Bei Sachen. 

Wenden Menschen diese Eigenschaft allerdings bei anderen Menschen an    ( und sei es um dem anderen zu helfen, seine Fehler zu erkennen und zu überwinden) – ist das aus meiner Sicht, eher hinderlich. 

Beim Surfen ist mir vor längerem mal ein Youtube Video in die Hände gefallen, in dem Boris Gloger erläutert: „worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, von dem bekommst du mehr“.

Dieses Credo begleitet mich nun schon eine Weile immer wieder im Alltag und da ist ECHT was dran! Weist du einen Menschen – und sei es in noch so guter Absicht – kontinuierlich darauf hin, was er oder sie nicht kann, dann fühlt sich dieser Mensch irgendwann wie ein einziger, wandelnder „Fehler“.

Was könnte der Mehrwert einer solchen Empfindung sein?

Mir fällt keiner ein.

Stärken stärken und Fehler vernachlässigen, das ist einfach gesagt und für viele schwer umsetzbar.

Ich sage, ein vermeintlicher Fehler ist oft auch einfach eine Sache der Perspektive.

Ich lese gerade das Buch von Stefanie Stahl „so bin ich eben“. Der Titel hat mich sofort angesprochen und das Buch gefällt mir deshalb so gut, weil es die Ansätze zur Persönlichkeitsanalyse von TMS (Team Management Rad) und Discovery Insights auf „leicht verdauliche“ Art und Weise ergänzt. In dem Buch dreht sich alles um Persönlichkeitsdimensionen und die unterschiedlichsten Perspektiven und „Wahrnehmungsvarianten“ bei Menschen. 

Jeder Mensch ist mit seinen Fähigkeiten grundsätzlich erstmal wertvoll – kommt eben auf den Kontext an!

Die Einschätzung der eigenen Persönlichkeit – der Schwächen und vorallem der STÄRKEN – hat mir persönlich immer sehr weitergeholfen, in meiner persönlichen Entwicklung. Ich kann nur empfehlen sich einmal die Zeit zu nehmen und sich einmal selbst einzuschätzen.

Diese Gedanken und die Beschäftigung mit dem Thema Diversität ( perspektivisch wäre das ein tolles Workshopthema) haben mich zu dem Beitragsbild inspiriert.

Teilt mir gerne eure Gedanken dazu mit 😊

– – > kennst du schon den neuen Feedback Button 😉