Was eine virtuelle Weihnachtsfeier mit meinem persönlichen Jahresabschluss zu tun hat…

verrate ich euch in den nächsten Zeilen.

Seit ein paar Wochen überlege ich, ob ich auch einen Beitrag zum Jahreswechsel verfassen soll und es ist mir nicht gelungen mich zu beherrschen.

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich diesen Blog ja schließlich auch zu Dokumentationszwecken ins Leben gerufen habe und was eignet sich besser als der Übergang von einem Jahr in das nächste um Entwicklung zu beobachten.

Sprechen wir also über das Jahr 2020. Ein Jahr das genauso wie der 11. September in meine Erinnerungslandschaft Einzug erhalten hat.

Ein Jahr der Superlative, egal welche Perspektive ich einnehme. Bemerkenswert.

Noch nie habe ich mit einer Gruppe Menschen fast ein dreiviertel Jahr ausschließlich per Videokonferenz, Chat und Mailverkehr zusammengearbeitet und war (mit) verantwortlich für die Zusammenarbeit.

Noch nie hatte ich einen nicht unerheblichen Teil der Schulzeit meine Kinder zuhause und habe zu 100 % weitergearbeitet.

Noch nie habe ich so viele Dinge in einem Jahr gelernt, angestoßen und umgesetzt und somit das Gefühl großer Wirksamkeit erlebt.

und noch nie habe ich so heftige Einschnitte in die Routinen der Menschen erlebt, gepaart mit der Angst um sie und sich selbst.

Ich habe das Glück, dass wir alle gut durch das Jahr gekommen sind, dank guter Rahmenbedingungen und ner ganzen Menge Pragmatismus.

Und so muss ich zugeben, daß ein Bedürfnis bei mir zum Jahresende besonders ausgeprägt ist und zwar das der

Dankbarkeit

Ich möchte einer ganzen Menge Menschen einfach nur Danke sagen…

… Kolleg:innen, die es mir ermöglicht haben, durch Zuhören, Ermutigen, Feedbackgabe, Teilen von Wissen, Perspektivenerweiterung und Zutrauen, und auch durch Rat suchen und Wertschätzung ihrerseits, zu Wachsen und zu Lernen, Tag für Tag.

… meiner Familie, die mir immer den Rücken frei hält und mich bei jeder Idee und jedem Vorhaben unterstützt und sei es noch so verrückt.

… meinen Freunden, Bekannten und meinem Netzwerk, die auch in schwierigen Zeiten ein oder auch manchmal 2 offene Ohren haben und es mir erlauben, mich wieder aufzuladen, durch Gespräche, Diskussionen, Anregungen, Abmaulen oder auch einfach nur mal ein (virtuelles) Glas Wein.

… und meinem Arbeitgeber, der es mir ermöglicht hat, weiter zu arbeiten, von zuhause und sich in der ganzen Zeit wirklich sehr gut um mich gekümmert hat. Ich freue mich, dass ich ein Teil der Bahnerfamilie sein darf. Meine Arbeit erfüllt mich mit Stolz und mit Sinn und das halte ich für einen wichtigen Punkt im Leben eines Menschen, besonders momentan.

Unterm Strich bin ich total happy, dass ich zum einen mit der Begleitung des Programms im letzten Jahr einige inhaltliche Themen mit voranbringen konnte und auch beim Thema Zusammenarbeit mit gestalten durfte, wie sich das Programm 2020 weiterentwickelt hat. 

Und dennoch war mir manchmal nur nach Abmaulen. Meckern. Unkonstruktiv. („Weil es einfach mal gesagt werden muss.“) Auch davon hatte ich Momente im vergangenen Jahr und das nicht zu knapp. 

Dann hilft ein bißchen Zuversicht (meine Wünsche für das neue Jahr 2021? ) und ein Blick in den „Kraft – Raum“ (was habe ich denn? Wo kann ich aufsetzen?). 

Diese 4 Ebenen und die entsprechenden Leitfragen habe ich gewählt, um bei einer virtuellen Weihnachtsfeier mit dem Programmteam von Servitization das Jahr ausklingen zu lassen und das Neue in den Blick zu nehmen.

Für jeden Raum gab es eine andere Form der „Verköstigung“ ( Nüsse etc.) und obwohl nicht alles ablief wie geplant, war es ein wunderschöner Abschluss unseres gemeinsamen Jahres.

Eines Jahres das wohl keine/r von uns – nicht nur – aber auch, aufgrund der außergewöhnlichen beruflichen wie privaten Umstände vergessen wird.

Und als kleines Goodie hat MS Teams uns allen zum Ende des Jahres noch die Breakout Sessions „geschenkt“ , die haben wir an dem Abend auch noch zum ersten Mal ausprobiert. Diese Funktion hat mich persönlich besonders gefreut, da ich im letzten Dreivierteljahr gefühlt „10. 000 Wege Menschen mit MS Teams in kleine Gruppen aufzuteilen“ ausprobiert habe. Mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Nun werden wir weitere Wochen und Monate im Homeoffice verbringen, im neuen Jahr warten neue Aufgaben, neue Ziele, neue Themen, neue Menschen auf mich und ich für meinen Teil freue mich auf möglichst viele heitere und produktive Stunden und möglichst wenige Traurige. 

Startet gut ins neue Jahr!